Die Projekthilfe Guatemala arbeitet auch mit Padre Hermann zusammen; aus Respekt seiner täglichen Arbeit mit den Menschen und aus gesundem Pragmatismus der Sache gegenüber.
Auf den folgenden Seiten wird über ihn berichtet, seine Arbeit, über gemeinsame Projekte - das bisher Erreichte und die weiteren Ziele.

Padre Hermann Rolando Sierra Juárez

Der gebürtige Ladino (ein Ladino–Mestize ist ein Indio mit europäischen Wurzeln) leitet im organisatorischen Bereich Hilfsprojekte, überwacht Abläufe und Nachhaltigkeit und wickelt „Landrückkauf“ ab.

Beschreibung der Pfarrei:
Sitz ist in San Cristobal, im Hochland von Guatemala, 1.393 über NN.
Das Gebiet umfasst 192qkm, dort leben ca. 50.000 Einwohner in 54 Gemeinden.
Die Maya Pocomchíes, 83%, die Maya Q´eqchíes, 2% und 15% Ladinos. 70% leben ohne Strom, sanitäre Anlagen, Wasser oder Straßen, meist nur geduldet auf fremden Land. Etwa die Hälfte der Männer findet Arbeit bei den Großgrundbesitzern. Sie verdienen weniger als zwei Euro am Tag und leben mit ihren Familien in erbärmlichen Behausungen.
In allen Gemeinden fehlt es unmittelbar an:
1. Hygiene; also Wasser, Waschplätze und sanitäre Anlagen.
2. Gesundheit; d.h. die medizinische Grundausstattung ist nicht gegeben.
3. Ernährung; Anbauflächen für die beiden Grundnahrungsmittel, Mais und Bohnen, stehen nicht ausreichend zur Verfügung. Der Anbau und die Weiterverarbeitung erfordern die meiste Zeit der Frauen und Familien.
4. Bildung; da sie arbeiten müssen und es außerdem nur wenige Schulen gibt, bleiben die Kinder, aber auch die Eltern Analphabeten.